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Sepp-Herberger-Pokal der Frauen in der JVA Zweibrücken

Mitten im Herzen der Justizvollzugsanstalt Zweibrücken auf einer eigens eingerichteten „Street Soccer Arena“ des Südwestdeutschen Fußballverbandes spielten sechs Mannschaften am vergangenen Samstag um den Sepp-Herberger-Pokal der Frauen. Nach spannenden Spielen holte sich die Gastmannschaft des TuS Rimschweiler den ersten Platz. Den Siegerpokal überreichten Jürgen Veth, Kuratoriumsmitglied der Sepp-Herberger-Stiftung und 1. Vizepräsident des Südwestdeutschen Fußballverbandes, sowie Mark Rheinheimer, Pressesprecher der Agentur für Arbeit Kaiserslautern-Pirmasens. Erstmals fand neben dem Herren-Turnier, das bereits am 24. Juni 2017 in der JVA Neuburg-Herrenwörth ausgetragen wurde, ein eigenes Turnier für weibliche Jugendstrafgefangene statt.


Siegermannschaft Zweibrücken


Besonderer integrativer Charakter


Auf Einladung der Sepp-Herberger-Stiftung, des Südwestdeutschen Fußballverbandes und der Bundesagentur für Arbeit traten jeweils zwei Damen-Teams der JVA Zweibrücken und der JVA Köln an, die Teil der Initiative „Anstoß für ein neues Leben“ sind. Im Rahmen der gemeinsamen Initiative der Sepp-Herberger-Stiftung und der Bundesagentur für Arbeit werden bundesweit Jugendstrafgefangene auf ihrem Weg zurück in die Gesellschaft begleitet und bereiten sich in den Kategorien „Fußball“, „Arbeit / Beruf“ u

nd „Soziales“ auf die Zeit nach Ihrer Inhaftierung vor.


Einen besonderen integrativen Charakter hatte die Veranstaltung durch die Teilnahme zweier Damen-Mannschaften des örtlichen Fußballvereins TuS Rimschweiler. „Es war toll zu sehen, wie schnell Vorurteile und Barrieren zwischen den einzelnen Teams abgebaut werden konnten. Der Fußball kann hier als Wertevermittler, aber auch als Brückenbauer viel bewegen“, betonte Veth.


Mädchenfußball Zweibrücken

Spezielle Fair-Play-Regeln


Beim Turnier wurde nach speziellen Fair-Play-Regeln gespielt. So konnten die Teams Zusatzpunkte für die Einhaltung bestimmter Regeln, wie „kein Grätschen“, „Anerkennung des Anderen“, „Begrüßungen & Verabschiedung per Handschlag“, erzielen. „Über das Fußballspielen erlernen die Jugendlichen wichtige soziale Kompetenzen, die für ihr zukünftiges Arbeitsleben eine große Rolle spielen können. Mit unseren weiteren Maßnahmen, beispielsweise den individuellen Beratungsangeboten, möchten wir ihnen eine berufliche Perspektive bieten“, hob Marc Rheinheimer, Vertreter der Bundesagentur für Arbeit, hervor.Mädchenfußball Zweibrücken


Edenkoben, 12.09.2017