Am Dienstag, den 27. Januar 2026, fand im Vereinsheim des SV Gundersweiler der erste Kreisdialog des Jahres 2026 statt. Präsident Thomas Bergmann leitete die Veranstaltung und begrüßte die zahlreich anwesenden Mitglieder des Kreisausschusses. Gemeinsam mit dem geschäftsführenden Präsidium des SWFV tauschte man sich zu verschiedenen Themen aus.
Mehr als zwei Stunden
Unter der Leitung des Kreisvorsitzenden Klaus Schneider wurden bereits im Vorfeld wichtige Fragen gesammelt, die während des Dialogs geklärt werden sollten. Der Austausch zwischen dem geschäftsführenden Präsidium und dem Kreisausschuss dauerte etwas über zwei Stunden.
Der Kreisdialog war der insgesamt 15. seiner Art innerhalb des SWFV. Ziel dieser Treffen ist es, durch einen offenen und kommunikativen Austausch zwischen Kreis- und Verbandsspitze, abseits des Tagesgeschäfts, aktuelle Probleme und Fragestellungen zu bearbeiten sowie gemeinsam neue Entwicklungsschritte zu erarbeiten.
Themenschwerpunkte
Öffentlichkeitsarbeit und Medienpräsenz
In der Diskussion um die Außendarstellung mahnte Andreas Gödtel eine effizientere Nutzung der Verbandsreichweite an. Während die Kreise digital stark wachsen, müsse der SWFV seine Präsenz weiter professionalisieren. Erste Schritte wurden durch die Kooperation mit absolutTeamsport im Social-Media-Bereich bereits eingeleitet. Bezüglich der Presseberichterstattung wurde klargestellt, dass die Dominanz negativer Schlagzeilen der allgemeinen Medienlogik entspricht und kaum vom Verband steuerbar ist. Eine wesentliche Neuerung betrifft das Südwestmagazin: Ab 2026 erfolgt die Umstellung auf ein reines Online-Format. Printausgaben werden nur noch auf explizite Anforderung versendet.
Hallenspielbetrieb auf Kreisebene
Der Kreis bat um verstärkte Unterstützung bei der Durchführung eigener Hallenturniere durch den SWFV. Seitens des Verbandes wurde jedoch betont, dass eine Förderung primär an die offizielle Spielform Futsal gebunden ist. Da in den Kreisen aktuell ein „Futsal-Light-Modell“ praktiziert wird, besteht hier Abstimmungsbedarf. Die Anfrage zur Förderung wird zur abschließenden Klärung für die kommende Saison in den Spielausschuss gegeben.
Verhalten und Schiedsrichterwesen
Um die Sensibilität gegenüber Schiedsrichtern zu erhöhen, forderte der Kreis eine Pflicht zur Schiedsrichterausbildung für Spieler und Trainer bei entsprechenden Vergehen. Der Verband wies darauf hin, dass eine solche Verpflichtung rechtlich nicht zulässig sei, da der SWFV keine staatliche Gerichtsbarkeit ausübe und Personen nicht zwangsweise zu Lehrgängen verpflichten dürfe. Es bleibt somit bei den Instrumenten der Belehrung und der Geldstrafen, um der im Vergleich zu anderen Sportarten (z. B. Handball) mangelnden Disziplin entgegenzuwirken.
Durchführung der Passkontrolle
Es wurde klargestellt, dass die Passkontrolle weiterhin Bestand hat. Die Entscheidung über die Form der Durchführung obliegt jedoch allein dem Schiedsrichter. Dieser kann wählen, ob er eine Identitätsprüfung per Sichtkontrolle oder einen Abgleich mit dem Meldebogen vornimmt. Eine zwingende Sichtprüfung in der Kabine ist nicht vorgeschrieben.
Verbandsinterne Kommunikation und Gerichtsbarkeit
Zur Vermeidung von Missverständnissen soll die Kommunikation zwischen den Ausschüssen und der Gerichtsbarkeit intensiviert werden. Staffelleiter sollten bei strittigen Vorfällen proaktiv eingebunden werden, statt Urteile allein auf Basis von Schiedsrichter-Sonderberichten zu fällen. Besonderes Augenmerk gilt der präzisen Formulierung in Urteilen, da kleine Abweichungen das Strafmaß erheblich beeinflussen können. Aufgrund gehäufter Fehlurteile wird die Arbeit der Staffelleiter in ihrer Funktion als Einzelrichter derzeit verstärkt beobachtet und einer Qualitätssicherung unterzogen.
Wir bedanken uns für die Gastfreundschaft des SV Gundersweiler und hoffen auch in Zukunft auf eine gute Zusammenarbeit mit dem Kreis und dessen Funktionären.






